Unsere Aufgaben als Rettungshundestaffel

Rettungshunde – deutschlandweit organisiert

Der BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 1976 mit großem Erfolg dem Ziel, die Stärke der regionalen Staffeln in einer Dachorganisation zu bündeln. Zu den primären Aufgaben zählen die Entwicklung und die kontinuierliche Verbesserung gemeinsamer Ausbildungs- und Einsatzrichtlinien für alle am Einsatz beteiligten Kräfte. Dazu zählen die Hundeführer mit ihren Hunden gleichermaßen wie Einsatzhelfer und Gruppen- und Zugführer. Unser Verein wurde 2009 von engagierten Personen aus Göttingen gegründet. Wir bilden Einsatzkräfte und Hunde konsequent nach den Richtlinien des Dachverbands aus, um verlässliche Hund-Mensch-Teams für den Ernstfall einsetzen zu können.

Die erfolgreiche und zielführende Ausbildung eines Rettungshundes erfordert grundlegende Kenntnisse in der Hundeausbildung sowie Erfahrung und Wissen in der Rettungshundearbeit. Daher legt der BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. großen Wert auf die intensive Aus- und Weiterbildung seiner zertifizierten Ausbilder und jedes einzelnen Hundeführers. In Seminaren und Workshops vermitteln die kompetenten Mitarbeiter des Referats Ausbildung sowie externe Referenten dieses unverzichtbare Know-how. Die ständige Berücksichtigung höchster Standards und moderner Erkenntnisse bilden die Grundlage für diesen Wissenstransfer in die einzelnen Staffeln.

Bevor ein Rettungshundeteam überhaupt einsatzfähig wird, durchläuft es eine Reihe von Prüfungen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert im Schnitt 2-3 Jahre. Das Training findet zweimal pro Woche statt. Hinzu kommen Fortbildungen, Prüfungen, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich Einsätze.

Die Mitglieder der Staffel bilden sich regelmäßig in Erster Hilfe für Mensch und Hund fort. Einige Staffelmitglieder haben zusätzlich eine Sanitätsausbildung absolviert. Darüber hinaus ist jedes einsatzfähige Staffel-Mitglied in den Grundlagen der Suchtaktik, Witterungslehre, Orientierung sowie Funk- und Einsatzlehre ausgebildet.

Um die Einsatzfähigkeit zu erhalten, legt das Team in Folge mindestens einmal pro Jahr eine erfolgreiche Wiederholungsprüfung ab. Als Grundlage für diese Prüfungen dient die bundesweit verpflichtende Prüfungsordnung. Diese wird für die Sparten Flächensuche, Trümmersuche und Mantrailing regelmäßig weiterentwickelt und an die einsatzrelevanten Erfordernisse angepasst. Denn die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Mensch-Hunde-Teams sowie aller anderen Einsatzkräfte ist ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit.

Zudem sind wir sowohl dem Katastrophenschutz des Landkreises Göttingen als auch dem des Landes Niedersachsen angegliedert.

In unseren Einsätzen arbeiten wir mit den örtlichen Einsatzkräften wie Polizei und Feuerwehr, aber auch mit anderen Hilfsorganisationen wie den Johannitern, dem ASB, dem DRK und unseren Nachbarstaffeln zusammen. Unser Einsatzgebiet sowie das Einzugsgebiet unserer Staffelmitglieder ist neben der Region Göttingen das gesamte sich anschließende Umland, in dem wir von den anderen ortszuständigen Rettungshundestaffeln zur Unterstützung angefordert werden können.

Unser Schwerpunkt ist derzeit die Flächensuche. Der Flächensuchhund arbeitet in naturnahen Gebieten wie Wäldern, Feldern und Parkanlagen. Er sucht jede menschliche Geruchsquelle unabhängig von Tages- oder Nachtzeit, Wetter, Gelände oder Untergrund.

Einige Hunde werden auch in der Trümmersuche ausgebildet. Hierbei geht es um das Auffinden und Anzeigen verschütteter Personen (z. B. in eingestürzten Häusern, Steinbrüchen, Kiesgruben und Baustellen). Insgesamt hat die Staffel derzeit 11 geprüfte Rettungshunde. Alle geprüften Hunde sind Flächensuchhunde. Einige davon sind zusätzlich in den Trümmern geprüft. Weitere Hunde befinden sich in der Ausbildung, sodass weitere geprüfte Rettungshunde in beiden Sparten nachrücken werden

Der Aufwand für Übungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft sowie für die Durchführung von Einsätzen ist enorm und verlangt von den Rettungshundeteams enorme zeitliche Ressourcen wie auch den Einsatz von privaten finanziellen Mitteln für Einsatzkleidung, Instandhaltung von Geräten, Fahrzeugen und Trainingsplatz. Darüber finanzieren wir uns über Spenden, Straßensammlungen und Mitgliedsbeiträge.

Die Rettungshundestaffel Göttingen e.V. führt ihre Einsätze unentgeltlich im Rahmen des Ehrenamtes durch. Wir helfen ehrenamtlich, kostenlos und sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr in Bereitschaft.

Einsätze sind für Alarmierende wie auch Gesuchte grundsätzlich kostenlos.